Stadtwerke Gruppe Strausberg: Aktuelles

03.08.2009
Energie

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Bildhauer Sommerakademie 2009 eröffnet

mit Vernissagen auf dem Gelände der Stadtwerke & im Kunstparkhaus EWE

Vom 03. bis 21. August findet in Strausberg auf dem Gelände der Stadtwerke in der Kastanienallee 38 die diesjährige Bildhauersommerakademie mit dem Bronzebildhauer Erich Sauer aus Frankenthal statt. Es wird eine Einweisungsberatung im Rahmen der ganztägigen Vorbereitung für das nachfolgende Schaffen geben.Eröffnet wurds die Sommerakademie am 3. August mit zwei Vernissagen:Um 17:00 Uhr im Kundencenter der Stadtwerke durch den Geschäftsführer Andreas Gagel mit `Zeitthemen` — Bronzeplastiken des Bildhauers Erich Sauer. Die musikalische Einstimmung übernehmen Alexander Braun (Violoncello) und Andreas Wenske (Oboe). Die Arbeiten sind bis zum 20. August zu besichtigen.Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 18 UhrUnd um 19:00 Uhr im Kunstparkhaus EWE durch den Leiter der EWE-Geschäftsregion Brandenburg/Rügen Dr. Ulrich Müller mit `Opersängerin in Begleitung von Montezuma` — Collageplastiken der Künstlerin Erika Stürmer-Alex. Die musikalische Untermalung übernimmt Andreas Wenske auf der Oboe. Die Werke sind bis zum 17. September zu besichtigen.Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr, Sonnabend 8 bis 15 Uhr. Veranstalter der Sommerakademie sind die Stadt Strausberg, die Stadtwerke Strausberg GmbH sowie die EWE Aktiengesellschaft in Zusammenarbeit mit der Bildgießerei Seiler. Expressiv-provokante Werkschau begleitet achte Brandenburger Sommerakademie Erika Stürmer-Alex fand Ideen zu eigenwilliger Präsentation im Kunstparkhaus (ws) Am 3. August 2009 wird die 8. Brandenburger Bildhauer-Sommerakademie für Bronzekunst in Strausberg mit beachtenswerten Ausstellungen offiziell eröffnet. Ab 17.00 Uhr betrifft das zum einen die Bronze-Werkschau des Frankenthaler Bildhauers Erich Sauer „Zeitthemen“ im Kundencenter der Stadtwerke. (Wir berichteten.) 19.00 Uhr beginnt dann zum anderen im Kunstparkhaus von EWE, Hegermühlenstraße 58, eine Präsentation von Arbeiten der Künstlerin Erika Stürmer-Alex. Unter „Opernsängerin in Begleitung von Montezuma“ zeigt sie bis zum 17. September 2009 Collageplastiken und Bilder. Ihre Titelgestalt konfrontiert wie andere Exponate aus styroporem oder anderweitigem Verpackungsmaterial den vielleicht auf „klassische“ Kunst orientierten Betrachter schonungslos mit einer ungewöhnlichen Art künstlerischer Äußerung. Was mit Skepsis einhergehen mag. Mit den Erfahrungen einer über 70-jährigen ist Erika Stürmer-Alex darauf eingestellt. Den künstlerischen Drang in ihr, welcher unbeirrbar ihr Dasein bestimmt, sieht sie, gleich über Generationen weitergetragener und potenzierter Begabungen als Erbanlage. Der Vater malte. Von der Mutter sei auf sie, wie sie verrät, die Fähigkeit sehr gut dichten zu können übergegangen. Das Bildkünstlerische überwog. Im Oderbruch mit reichlich vorhandenem Lehm groß geworden formte sie schon als Kind neben der Lust am Zeichnen daraus mit Vorliebe Plastisches. Der Hang der Sechsjährigen, solches wie beispielsweise modellierte „Torten“ zum Vergnügen anzumalen, also letztlich Imitationen hervorzubringen, ließ sie nie wieder los. Über ein Kunstbuch kam sie dahinter, dass derart Beschäftigung auch ein Beruf sein kann. Nichts anderes strebte sie an, empfand abweichenden Schulunterricht wie das Fach Chemie für unnütz. Als Voraussetzung für ein Studium an der Kunsthochschule absolvierte sie notgedrungen das Abitur. Mit dem nach Umwegen erreichten Diplom war sie freischaffend. Als Ausgangspunkt galt ihr der deutsche Expressionismus. In der Folge fühlte sie sich dem Werk, den Abstraktionen Wassilij Kandinskys nahe. Was sich im Weiteren in der ganzen europäischen Moderne vollzog sei, wie sie über sich urteilt, auch die Basis ihres Schaffens gewesen. Während sich die Entwicklung im Westen modernistisch fortsetzte, habe in der DDR und damit auch ihr gegenüber die Figuren- und thematische Malerei dominiert. „Da ging mein Ding“, so Erika Stürmer-Alex, „dann mehr in die gemäßigte Abstraktion“. Nicht dass sie sich nicht immer schon mit der Figurenmalerei beschäftigt hätte (s. z. B. das Ölgemälde Brigitte Reimann, 1964), es sei einfach nicht ihre Liebe gewesen. Ganz anders die Abstraktion, die sie unablässig bevorzugt, oder die Imitation oder die Materialkombination. Ihre eigentliche Haupttechnik, die Collage aller Art, entwickelte sie schon in den 70-er Jahren (vorherigen Jahrhunderts) intensiv. Beim Malen greift sie zu Acrylfarben und Pinsel. Sie zeichne sehr viel. Aber sie zeichne malerisch, verwende dabei Tusche, Wachs und Farbstifte. Am liebsten gemixt. Für Plastiken kamen und kommen Marmor, Metall, Kunststoffe, Fundhölzer und Gips in Frage. Themen aus ihrer subjektiven Welt entsprechen ihrem Lebensgefühl, einem grundsätzlichen Lebensgefühl, das ihre Kunst unwillkürlich prägt. Für sie ist die Bildende Kunst eng mit der Musik verwandt. Beide Gattungen sprächen schließlich „unser Gefühl an“. Beides stehe für Lebensausdruck. Ohne das eine wie das andere könnte sie gar nicht leben. Sie geht gern in Kunstausstellungen anderer. Das schärfe den ästhetischen Blick. Sie wundere sich, dass zum Leben vieler Menschen nichts Anspruchsvolles an Musik, Bilder oder Bücher gehört. Als sie übrigens das Kunstparkhaus zum ersten Mal sah, weigerte sich ihr Inneres anfangs, dort auszustellen. Doch umgeben von der Ideen fördernden Leere des Raums war ihr bald klar, wie sie Exponate anordnen würde. Und folgte damit ihrem Satz: Kunst hat immer eine Existenzberechtigung.Text: Wolfgang Suchardt

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