Stadtwerke Gruppe Strausberg: Aktuelles

05.05.2010
Energie

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Die Stammesfürstin residiert neben dem Donkosaken mit Mutterglück bei der Mondparty

Stadtwerke präsentieren eigenwillige Holzskulpturen von Dagmar Jester

(ws) Unter „Metamorphosen aus Holz“ präsentieren die Stadtwerke Strausberg GmbH, 15344 Strausberg Kastanienallee 38, vom 5. Mai bis zum 17. Juni 2010 Skulpturen (figürlich und abstrakt) sowie Reliefs und Masken von Dagmar Jester. Mit dem viel versprechenden Ausstellungsmotto meint die Fredersdorferin ihre Art und Weise, Reiseerlebnisse, Literaturerkenntnisse oder Anregungen anderen Ursprungs in die Umgestaltung von gemasertem, knorrigem und wuchtigem Rohstoff einfließen zu lassen. Nach dem Wortsinn ist diese Arbeit die sie, nunmehr seit drei Jahren eigentlich im Ruhestand, vollständig ausfüllt, ein Prozess sich entwickelnder Wandlung. Zwar fertigt sie vorher meist Zeichnungen an. Endgültig entscheidet aber die gewachsene Form und der Zustand des Materials (wie gesund oder morsch) über das Resultat. So ergibt sich die konkrete Umsetzung von Ideen oder überhaupt erst das Entstehen von Ideen schrittweise im Verlaufe der Bearbeitung. Groß darüber zu reden liegt ihr nicht. Lieber spricht sie über technische Details, über Werkzeug oder z. B. Tinkturen zur Nachbehandlung zwecks Kontrastverstärkung und Konservierung. Sie freut sich über jedes geschaffene Stück und besonders wenn Lob vom mitwirkenden Ehemann kommt. Bei mancher Arbeit staunt sie nach gewisser Zeit selbst über sich: das ist von dir? Ihrer Lust an eigener Holzgestaltung gibt sie sich seit 1993 hin. Während ihrer einstigen Beschäftigung beim Bildhauer Wolfgang Stübner hatte sie selbstredend Gelegenheit ihm über die Schulter zu schauen. Was sie damals Zuhause in der Freizeit zur Entspannung ausübte, betreibt sie jetzt intensiv. Nach einer Flaute im ersten Jahr nach Ende ihrer beruflichen Tätigkeit ist sie äußerst produktiv. Freunde und Bekannte unterstützen sie bei der Beschaffung von Rohholz. Sie ist froh, gefällte kranke Bäume durch eine Skulptur wieder zum Leben zu erwecken. Ihre Figuren haben oft etwas Schalkhaftes. Man kann nicht immer alles so ernst nehmen, sagt Dagmar Jester dazu. Auch die Titel der Exponate haben es in sich. Da residiert die „Stammesfürstin“ neben dem „Donkosaken“ mit „Mutterglück“ bei der „Mondparty“. Weiter machen Namen wie „Flippi“, „Alien“, „Orakel“, „Flamme“, „Erotik“ oder „Seilschaft“ neugierig. Spannend dürfte es für den Betrachter allemal sein zu erfahren, mit wieviel Ausdruckskraft es ihr gelang, dem Kredo der Ausstellung gerecht zu werden. Zur Vernissage am 5. Mai ab 18.00 Uhr im Kundencenter sind Besucher herzlich eingeladen. Instrumentalisten der Musikschule „Hugo Distler“ begleiten sie musikalisch. Text & Foto: Wolfgang Suchardt

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